Seniorenhandy

Die meisten Handyanbieter sind besonders an der jungen und technikaffinen Zielgruppe interessiert und bringen Jahr für Jahr neue Handy-Modelle heraus, die zumeist noch kleiner, noch leichter und mit noch mehr Funktionen versehen sind: Ein Wettkampf der Superlativen.

Vergessen bleibt dabei ein Großteil unserer Gesellschaft, die genau mit diesen Superlativen nicht (mehr) umgehen können: unsere älteren Mitmenschen, Senioren, Rentner, Kranke und auch Behinderte werden so Türen und Tore verschlossen, an der mobilen Kommunikation via Handy teil zu haben.

SeniorenhandyAusstattung (u.a.)Akku (Standby/ Gespräch)ab Preise/€ zzgl. VersandBestellen/ Info
Olympia VIVANOTRUF, Taschenlampe, Radio, Wecker, Lautprechfunktion100h/ 3h41,15zum Shop
Binatone BB200 SpeakEasyNOTRRUF, Freisprecheinrichtung, Vibrationsalarm, Direktwahltasten170h/ 4h54,60zum Shop
Hagenuk e100NOTRRUF, Freisprecheinrichtung, Vibrationsalarm, Taschenlampe, Radio150h/ 2,5h76,69zum Shop
Emporia Elegance V35NOTRRUF, Hörgerätetauglich, Freisprecheinrichtung, Tischladestation Taschenlampe, Wecker300h/ 4h103,15zum Shop
Doro PhoneEasy 410NOTRRUF, Hörgerätetauglich, Vibrationsalarm, Direktwahltasten, Radio280h/ 4h128,28zum Shop

Eine überschaubare Anzahl von Seniorenhandy-Herstellern gibt es derzeit, die spezielle Handy-Modelle entwickeln, die an die Bedürfnisse älterer, kranker oder behinderter Menschen angepasste Mobiltelefone entwickeln und anbieten.

Mit dem Älterwerden und dem damit verbundenen Alterungsprozess schwachen besonders die Sinnesfähigkeiten „Hören“, „Sehen“ und auch „Tasten“ allmählich ab, teilsweise bis hin zum vollständigen Verlust des Gehörs oder des Sehvermögens. Deshalb sind an Handys für ältere Menschen andere Maßstäbe anzulegen.

Was sollte beim Kauf eines Seniorenhandys beachtet werden?

  • große Tasten mit kontrastreicher Nummerierung
  • kontrastreiches Display mit großer gut lesbarer Schrift
  • möglichst lange Akku-Laufzeit im Standby-Modus
  • visuelle, akustische und vibrierende Anzeige z.B. bei eingehendem Anruf
  • robustes Gehäuse mit entsprechender Größe. Man sollte was in der Hand haben und es sollte nicht das „Leichtgewicht“ unter den Handys sein.
  • die Lautstärke „laut“ und ggf. Hörgeräte tauglich sein
  • Funktionsumfang sollte dem Zweck genügen
  • optional: Sonderfunktionen wie Notruf- oder Ortungsfunktion

Senioren HandysZu sagen ist, dass je nach Können und Wollen des zukünftigen Handy-Besitzers auf die verschiedenen Eigenschaften mehr oder weniger Wert zu legen ist. In einigen Fällen sind bereits einfache Handys, z.B. ältere „globigere“ Handymodelle mit einfacher Menüführung bereits aussreichend und ein spezielles Seniorenhandy nicht erforderlich. In anderen Fällen, wenn der/die neue BesitzerIn so wenig wie möglich am Handy einstellen und verstellen will, gibt es Seniorenhandys in der Ausführung: Ohne Display, drei große mit Telefonnummern vorbelegten Tasten. Einfacher gehts kaum…

Mobiltelefone für Senioren

Die Tasten – Große Tasten braucht das Mobiltelefon…
Während neue Handymodelle in vielen Fällen keine Tasten ansich mehr besitzen und teilweise nur noch über den sogennannten Touchscreen zu bedienen sind, legt man auf die Größe der Tasten bei Handys für ältere Menschen sehr großen Wert. Große einzelne Tasten, die sich tastbar voneinander abgrenzen. Tasten sind zum Drücken da, also muss auch der Druckpunkt bei der Bedienung des Handys klar defeniert sein, sodass das die Bedienung der Tasten nicht zu leicht, aber auch nicht zu schwerfällig ist. Nicht nur vom „Gefühl“ und der Größe müssen die Tasten passend sein, sondern auch optisch. Wenn möglich sollten die Tasten mit einer kontrastreichen Nummerierung (schwarz-weiß) versehen sein. Besonders die Funktionstasten wie „Abnehmen/Telefonieren“ und „Auflegen“ sollten mit großen Symbolen versehen sein.

Das Display – Kontrast und Schrift…
Bei dem Handy-Display kommt es nicht nur auf die Größe an. Da die Sehkraft im Alter nachlässt, sind vorallem auf den Handydisplay-Kontrast – am Besten Schwarz-Weiß – und die Schriftgröße ein besonderes Augenmerk zu legen. Auf bunte Displays mit wild animierten Grafiken und Menüführung sollte verzichtet werden.

Akku-Laufzeit- Öfter mal Standby….
Nicht jeder Seniorenhandy-Besitzer will dieses stets und ständig aktiv benutzen. Für viele ist es mehr eine zusätzliche Absicherung und verleiht in vielen Alltagssituationen ein Quentchen mehr an Sicherheit und Erreichbarkeit. Seniorenhandys verweilen also besonders lange im sogenannten Standby-Modus und sollten über eine lange Laufzeit des Akkus in diesem Modus verfügen.

Beim Anruf: Sehen, Hören, Fühlen…
Bei einem eingehenden Anruf oder bei der Erinnerungs- und Weckfunktionen sollte im Idealfall das Mobiltelefon nicht nur laut klingeln, sondern gegebenenfalls auch vibrieren und das Display aufleuchten. Sodass nicht nur auf dem akustischem Weg signalisiert wird, dass z.B. ein Anruf eingeht, sondern auch visuelle und haptische (fühlbar) Signale und Reize auf das Handy aufmerksam machen.

Gehäuse – Bitte nicht klein und fein…
Während aktuelle Handymodelle für die junge Zielgruppe kleiner, leichter, fast schon filigran und machmal unauffindbar in der Tasche werden, sollten Seniorenhandys dies genau nicht sein: Sie sollten eine gewisse Größe nicht unterschreiten und sollten so robust sein, dass man diese nicht mit Samthandschuhen anfassen braucht. Auch das eine Gramm mehr kommt es bei diesen Mobiltelefonen auch nicht an. Seniorenhandys dürfen durchaus etwas schwerer sein, damit diese besser in der Hand liegen und sich so auch besser händeln lassen.

Lautstärke – Sie hört das Handy nur, wenn es laut ist…
Das Hörvermögen läßt bei vielen im Alter nach. Rund ein Drittel aller 70ig Jährigen haben eine einseitige oder auch beidseitige Hörschwäche, die oftmals mit einem Hörgerät wieder ausgeglichen werden muss, um den Alltag zu bestreiten. In diesen Fällen sollte möglichst ein Seniorhandy ausgewählt werden, dessen Hörmuscheln von so guter Qualität ist, dass störende Geräusche unterdrückt werden. Zudem sollte bei Handys für Senioren, die mit einer Freisprecheinrichtung ausgestattet sind, diese laut genug und klar und deutlich sein.

Funktionen – Der Zweck heiligt die Mittel
Wenn Sie am überlegen sind, ein Seniorenhandy zu kaufen, dann sollten sie sich vorher bewusst sein, für welchen Zweck das Handy ausreichen soll. Neumodische Handys haben eine Unmenge an Funktionen (Kamera, Radio, MMS, SMS, Reminder, Spiele, GPRS, Internet, etc. pp.) die meist eh nie zum Einsatz kommen. Für ältere Leute steht im Vordergrund, dass das Handy so einfach wie nur möglich zum ursprünglichen Zweck eingesetzt werden kann: sprich telefonieren. Somit sind eine Vielzahl von Funktionen vollkommen überflüssig und haben an und für sich nichts auf einem Seniorenhandy zu suchen.

Aber wie bereits zu Beginn erwähnt, müssen Sie selber einschätzen was zuviel an Funktionalität ist. Grundfunktionen wie z.B. die Kurzwahl oder Dirketwahl sollten dennoch bei jedem Senioren Handy vorhanden sein. Die einzelnen Zahlentasten können mit Nummern belegt werden und durch längeres gedrückthalten der Taste wird automatisch eine Verbindung aufgebaut. Zudem sind Funktionen wie eine integrierte Taschenlampe und eine Weck- oder Erinnerungsfunktion durchaus sinnvoll. Diese sollten im Optimalfall nicht durch das Menü aufrufbar sein, sondern durch gesonderte Tasten.

Optional: Notruf- und Ortungsfunktion
Bei einigen Anbieter von Seniorenhandys gibt es Modelle, die eine extra Notruftaste besitzen. D.h. auf dieser Taste können beispielsweise bis zu fünf Telefonnummern hinterlegt werden, die bei Betätigung z.B. via SMS über den gesendet Notruf informiert werden. Als weitere Zusatzfunktion ist bei vereinzelten Anbietern die Ortungsfunktion über das Handynetz oder via GPS (Global Positioning System) hinzubuchbar. Die Lokalisierung über das Handynetz ist dabei mit jedem Handymodell möglich, doch variiert die Genauigkeit der Positionsbestimmung in der Stadt und vorallem auf dem Land teilweise bis auf einige Kilometer. Das GPS hingegen lokalisiert sehr genau via Satellit den aktuellen Standort des Seniorenhandys. Leider benötigt man, um die Ortungsfunkion wie GPS zu nutzen GPS-fähige Handys.